Reise nach Down Under – 2. Etappe Blue Mountains

Wie im Artikel Persönliche Eindrücke von Sydney angekündigt, schreibe ich in diesem Artikel über Watsons Bay, eine Bucht in der Nähe von Sydney. Obwohl es eigentlich noch zu Sydney gehört, habe ich mich dazu entschieden, es in diesen Artikel reinzunehmen, da wir sofort danach zu den Blue Mountains weiterreisten.

Wir nahmen frühmorgens die Fähre von Circular Quay Richtung Watsons Bay. An diesem Tag war es sonnig, jedoch sehr windig. Auf der Fähre erfroren wir beinahe. Dafür konnten wir jedoch die Skyline von Sydney wieder in vollen Zügen geniessen. Ich rate dir,  mindestens einmal die Fähre in Sydney zu nehmen. Eine Fahrt kostet nur einen oder zwei Dollar. Wegen der Kälte konnte ich es trotzdem kaum erwarten, endlich in Watsons Bay anzukommen. Dort angekommen sahen wir aber nur zwei drei Häuser und ein Restaurant. Ich dachte mir: „oh nein, das wird ein voller Reinfall sein.“ Ich beschloss aber noch abzuwarten, bevor ich ein definitives Urteil fällte. Wir liefen zunächst Richtung Green Point Reserve. Auf dem Weg sahen wir viele schöne Villen und da bekam ich gerade Lust, mir ein Ferienhaus in Watsons Bay zu kaufen. In Green Point Reserve hatten wir dann einen super Ausblick auf Sydney und wir sahen noch einen wunderschönen, verlassenen Strand. Ich denke jedoch, dass er im Sommer sicher überfüllt sein wird.

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Camp Cove Strand

Als nächstes schlenderten wir zum Robertson Park und schliesslich zum Gibsons Beach Reserve. Beide fand ich nicht speziell. Auf einem Schild war ein Leuchtturm angezeichnet, den wir jedoch nicht besuchten. Im Nachhinein denke ich, das hätte sich eher gelohnt. Danach liefen wir wieder zurück zum Hafen, um dort die uns empfohlenen Fish&Chips zu essen. Das waren tatsächlich die besten Fish&Chips, die ich je in meinem Leben gegessen hatte. Die Portionen waren riesig und kosteten fast nichts. Das Restaurant hiess Fish&Chippery – unbedingt ausprobieren! Leider verging die Zeit wie im Flug und wir mussten schon bald die Fähre zurück nach Sydney nehmen um  rechtzeitig den Zug zu den Blue Mountains zu erwischen. Wir fuhren nach Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains. Die Zugfahrt dauert zwei Stunden. Anfangs ist die Strecke nicht so spannend. Sobald der Zug aber Sydney und die Vororte verlässt, wird die Landschaft wunderschön. Ich rate dir, den Zug am Nachmittag zu nehmen. So kannst du einen romantischen Sonnenuntergang  in den Bergen erleben (leider habe ich kein Foto davon gemacht). In Katoomba gab es doch noch einen kleinen Zwischenfall, weil wir mit unserem Gastgeber ein Missverständnis bezüglich des Treffpunkts hatten. Ein kleiner Tipp: Wenn du von deinem Gastgeber abgeholt wirst, nimm als Treffpunkt den Zug- und nicht den Busbahnhof! Mein erster Eindruck von Katoomba war : „Scheisse, ist das kalt!“ In der Nacht herrschen dort im Winter Temperaturen von Null grad. Also warm anziehen! Endlich in unserer bescheidenen Waldhütte angekommen, gingen wir sofort ins Bett, da wir hundsmüde waren.

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Unsere Waldhütte

Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf, da wir einiges vor hatten. Als erstes liefen wir nach Katoomba, welches sich drei Kilometer von unserer Waldhütte entfert befindet. Katoomba ist ein kleiner Ort, ganz im Western Style. Eine lange Strasse, links und rechts Läden jeglicher Art.  Ich fühlte mich in diesem verschlafenen Ort wie in den wilden Westen zurückversetzt. Die Stadt gefiel mir sehr, jedoch hast du sie in zehn Minuten gesehen. Deswegen liefen wir dann weiter zum Echo Point Lookout. Ich erinnere mich, dass es an diesem Tag sehr windig war und es beim Echopoint nur so von Asiaten wimmelte. Aber wenn du zu den Three Sisters wanderst, eine spezielle Felsformation, gibt es weniger Touristen, da die meisten nur bis zum Echo Point gehen. Zu den Three Sister gelangt man über eine steile Treppe, die zu einer Aussichtsplattform im Fels führt. Der Weg bis dorthin dauert etwa zehn Minuten und man ist die nervige Touristenmasse los.

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Aussicht von den Three Sisters

Später beschlossen wir, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, um die berühmten Katoomba Falls anzuschauen. Im Lonely Planet steht, dass man diese unbedingt gesehen haben muss. Aber naja. Der Weg bis dorthin war wunderschön.  Immer wieder siehst du zum Tal hinunter und überall , soweit das Auge reicht, nur Natur. Ich fand die Wanderung wirklich lohnenswert und würde sie dir auf jeden Fall empfehlen. Die Falls kannst du aber getrost auslassen. Überzeug dich selbst!

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Siehst du die Katoomba Falls?

Gegen Nachmittag nahmen wir das Taxi zurück zu unserer Waldhütte und machten eine kleine Rast. Auf dem Bett sah ich auf der App „Maps.me“, dass sich nicht all zu weit von uns ein kleiner Wasserfall namens Minni Haha Falls befand. Da die ersten Falls so eine Enttäuschung waren, wollten wir beide nochmals raus und die Minni Haha Falls besichtigen. Auf dem Weg sahen wir jedoch eine Barriere und ein Schild, dass darauf hinweist, dass der Weg bis auf weiteres geschlossen ist. Wir gingen trotzdem weiter. Auf dem Weg kam uns dann ein Spaziergänger entgegen und wir fragten, ob der Weg immer noch geschlossen sei. Er erzählte uns, dass man hier noch entlang gehen kann, aber ein paar Meter weiter ein Zaun käme, der den Weg versperre. Anscheinend war angeblich jemand vor ein paar Jahren aufgrund der schlechten Weges tödlich verunfallt und darum hatte man beschlossen, den Weg zu sperren. Wir liefen bis zum Zaun, und beschlossen dann, dem Bach zu folgen statt dem Weg. Ich verspürte einen gewissen Nervenkitzel, da wir etwas verbotenes und gefährliches machten. Aber bitte nicht nachmachen, da dies wirklich nicht verantwortungsbewusst war. Irgendwann kehrten wir zurück, ohne die Falls gesehen zu haben, da es schon anfing zu dämmern und ich es als sehr gefährlich empfand, in der Nacht durch den australischen Bush zu laufen. Am Abend waren wir vom vielen Laufen total kaputt.

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Australischer Bush

Am nächsten Tag machten wir den Prince Henry Cliffwalk vom Echo Point Lookout nach Leura, eine Ortschaft, die ein paar Kilometer von Katoomba entfernt ist. Achtung: der Cliffwalk ist nichts für Couch Potatos! Anfangs war der Wanderweg sehr easy, aber mit der Zeit wurde es immer anstrengender. Der Cliffwalk ist trotzdem super. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, von denen du hinunter ins Tal sehen kannst. Überall Natur und du fühlst dich wirklich sehr naturverbunden während des Wanderns. Wir waren fast auf dem ganzen Cliffwalk alleine. Als wir fast schon in Leura waren, sahen wir eine Wegabzweigung, die hinab ins Tal führte zu den Leurafalls. Der Weg hinab ins Tal war sehr lustig, da es sehr steil bergab ging und wir einfach hinunter rannten. Je weiter runter wir gingen desto dunkler wurde es. Ganz unten angekommen fühlte es sich dann so an, als ob wir vollkommen von der Zivilisation abgeschnitten waren. Zu den Leurafalls fanden wir nicht mehr, aber auf dem Weg entdeckten wir eine kleine Oase, die Bridal Veil Falls.

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Bridal Veil Falls

Woran wir beim Runterrennen nicht gedacht hatten:  Du musst auch wieder rauf kommen. Oben angekommen, waren wir halbtod. Wir assen etwas auf dem Aussichtspunkt Fossil Rocks und genossen den Ausblick. Tipp: Nimm immer genug Wasser mit beim Wandern! Uns ging auf halber Strecke das Wasser aus und so waren wir eine sehr lange Zeit durstig.

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Fossil Rocks Lookout

Nach dieser Rast erreichten wir dann endlich Leura. Leura ist ein kleines Dorf mit einer kleinen Hauptstrasse mit circa zehn Läden. Wir tranken dort etwas, sahen es uns an und nahmen dann den Zug zurück nach Katoomba. Den Abend liessen wir dann auf der Terrasse mit Wein und Snacks ausklingen. Dabei sahen wir einen roten Papagei. (Wahrscheinlich nicht die richtige Terminologie, bin aber auch kein Ornithologe)

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Roter Papagei?

Unser letzter Tag in den Blue Mountains verlief eher ruhig. Unser Gastgeber fuhr uns am Morgen zurück nach Katoomba. Dort frühstückten wir oder wie es die Aussies nennen „Brekkie“, im Café Savoy. Dieses war sehr rustikal gestaltet, aber das Essen war wirklich top. Ich würde dir unbedingt empfehlen, Brekkie in einem Café zu machen und da eignet sich das Savoy perfekt. Zu einem typischen Brekkie gehören verquirlte Eier, Toast, Speck, Schinken, Tomaten und ein oder zwei Hash Browns. Keine Angst, hat nichts mit unserem Hash zu tun. Es ist eine Art von Kartoffelgericht.

Da unser Greyhound erst gegen zehn Uhr Abends in Sydney abfuhr, beschlossen wir auf dem Rückweg nach Sydney noch einen kleinen Zwischenstopp in Wentworth Falls zu machen. Wentworth Falls ist ein kleines Dörfchen und es gab auch nichts, das wir anschauen konnten, da wir unsere Koffer im Schlepptau hatten. Wir beschlossen, den nahe gelegenen See Wentworth Falls Lake zu besichtigen. Der See ist nicht wirklich speziell, aber es ist ein guter Ort, um abzuschalten und die Eindrücke von Katoomba zu verarbeiten. Am Abend nahmen wir wieder den Zug nach Sydney. In Sydney angekommen, assen wir dann erneut in der Spicey Alley, bevor wir in den Greyhound Richtung Port Macquarie einstiegen.

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Panoramabild vom Wentworth Falls Lake

Wenn du wissen willst wie es weiter geht, folge doch meinem Blog damit du es als erster erfährst! Mitte Monat werde ich wieder über meine persönlichen Eindrücke von den Blue Mountains schreiben, damit du weisst, was ich dir empfehle und was nicht. Ich freue mich über dein Like und ein kleines Feedback. Also, stay tuned!


 

Ein Kommentar zu „Reise nach Down Under – 2. Etappe Blue Mountains

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