Reise nach Down Under – 4. Etappe Byron Bay

Wir kamen gegen Nachmittag in Byron Bay an und als wir aus dem Greyhound ausstiegen, dachte ich mir schon : „Schade, warum bleiben wir hier nur so kurz?“. Byron Bay ist ein kleines Dorf / Städtchen zwischen Sydney und Brisbane. Gerne will ich zwei Sätze aus meinem Reisetagebuch zitieren, um Byron Bay zu beschreiben:

„Byron Bay ist ein wünderschöner Ort. Sehr alternativ, aber genau im richtigen Mass. Überall wo man hinsieht gibt es Hippieläden, die dir Kleider andrehen wollen, die man normalerweise nie im Leben tragen würde. Jedoch genau an diesem Ort sind sie nicht speziell, sondern ganz normal.“

„Leider müssen wir heute Byron Bay verlassen, aber irgendwann will ich an diese Ort zurückkehren oder mich sogar hier niederlassen“

Du siehst, Byron Bay hat mich mit seiner „easy going“-Atmosphäre völlig gepackt. Obwohl Byron Bay gar nicht so viel bietet, verliebte ich mich sehr schnell in diesen Ort. Ich werde dir dann im Artikel mit den persönlichen Eindrücken von Byron Bay ganz genau erklären, wie es dazu kam, dass ich diesen Ort so sehr ins Herz schloss.

Als erstes liefen wir zu unserem Campingplatz, der ein bisschen ausserhalb von Byron Bay war. Kaum angekommen, zogen wir uns um und kehrten zurück ins Zentrum. Als erstes holten wir uns ein Sandwich in einer kleinen hübschen Sandwichbar und liefen dann der Hauptstrasse von Byron Bay entlang. Auf der Hauptstrasse ist jeder zweite Laden eine Bar oder ein Alternativ-Shop der auf Healthy lifestyle macht. Mir lief ständig das Wasser im Mund zusammen von dem vielen leckeren Essen, dass ich sah, z.B. Açai-Bowl, Bagels, Sandwiches in allen Variationen und viele leckere Smoothies. Als nächstes liefen wir dann zum Main Beach und setzten uns auf eine Wiese vor dem Strand, um einem Mann beim Musizieren zuzuhören. Ich habe gelesen, dass es dort völlig normal ist, dass sich Musiker auf der Strasse  promoten. Wir hörten also der wunderschönen Musik zu und sahen uns den romantischen Sonnenuntergang an. Irgendwie war dieser Tag unbeschreiblich gut, obwohl wir nichts spezielles gemacht hatten. Irgendwie war ich so verträumt, dass ich völlig vergass, Fotos zu schiessen.

Am nächsten Tag mieteten wir zwei Fahrräder und fuhren wieder zum Main Beach. Dort liessen wir unsere Fahrräder stehenb, um dem Main Beach entlang zu laufen Richtung zum berühmten Lighthouse am Cape Byron.

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Weg zum Cape Byron

Der Weg führte Anfangs durch den Strand und danach durch die tropische Flora Australiens. Der Wanderweg war sehr easy zum laufen und nichts im Vergleich zum Prince Henry Cliffwalk. Auf dem Weg sah ich plötzlich etwas schwarzes im Meer schimmern. Ich rief zu Sureya: „Schau dort aufs Meer, ich glaube ich sehe einen Buckelwal!“ Sureya meinte aber, ich bildete mir das nur ein. Irgendwann begriff auch sie, dass es sich nicht um eine Lichtreflektion oder um Wellen handelte. Wir rannten so schnell wir konnten die Treppen hoch, um einen besseren Blick aufs Meer zu bekommen. Und siehe da, es waren tatsächlich meine Lieblingstiere, eine Gruppe von Buckelwalen. Ständig hörten wir, wie ihre schweren Körper aufs Wasser klatschten nach dem sie in die Luft gesprungen waren. (Die Fotos sind ziemlich unscharf, da wir sehr weit entfernt vom Meer waren.)

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Zwei Buckelwale am spielen in der Bucht von Byron

Nach einer halben Stunde waren wir endlich beim berühmten Lighthouse von Byron Bay angekommen. Irgendwie war es nichts spezielles aber trotzdem hatte das Lighthouse ein gewisses Flair. Die Aussicht von dort auf Byron Bay war einfach fantastisch. Wir gönnten uns oben im Cafe noch einen ein Eiskaffe, um uns etwas abzukühlen da Byron Bay der erste Ort war wo es so richtig heiss war. Natürlich nutze ich die kleine Pause, um wieder meine Kamera hervorzuholen und ein paar Fotos zu schiessen.

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Lighthouse von Byron Bay

Nachdem wir den Kaffe ausgetrunken hatten, verspürten wir, vorallem ich, einen enormen Hunger. Wir liefen wieder zurück Richtung Zentrum, um Mittag zu essen. An diesem Tag probierte ich zum ersten mal eine Açai Bowl. Es ist eine Art Glace, bestehend aus Açaibeeren zusammen mit frischen Früchten und Müsli. Die Bowl war eine Geschmacksexplosion in meinem Mund. Es war wirklich sehr lecker und sehr fruchtig. Falls du das mal siehst, rate ich dir es zu probieren! Nach diesem sehr leckerem Mittag liefen wir zum Main Beach zurück, um dort schwimmen zu gehen. Das Meer war ziemlich kalt aber an diesem Tag störte es mich gar nicht, da es ausserhalb des Wasser sehr heiss war. Die Abkühlung kam gerade recht. Viel zu erzählen gibt es nicht, da wir einfach nur faul da lagen, die warme Sonne genossen und ab und zu in Meer sprangen um uns abzukühlen.

Am Abend wollten wir noch ein bisschen vom Nachtleben Byron Bays kennenlernen. Kaum waren wir im Zentrum, sahen wir wieder Dutzende Sänger, die auf der Strasse musizierten. Überall herrschte einfach eine sehr gemütliche Stimmung, was sehr angenehm war. Unser erstes Ziel war die Railway Friendly Bar. Die Railwaybar war ein alter Zugbahnhof der zu einer Bar umfunktioniert wurde, da der Bahnhof nicht mehr genutzt wird. Wir waren mit Abstand die Jüngsten, aber das störte uns nicht. Wir hatten gerade Glück, dass eine Band anwesend war und live Musik machte. Die Band war ziemlich gut, sodass das Publikum vollkommen zufrieden war und mitsang.

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Zentrum von Byron Bay bei Nacht

Danach gingen wir zur Byron Fresh Bar, die mir persönlich besser gefiel. Auch dort gab es wieder eine Live-Band die für Stimmung sorgte. Kaum hingesetzt hörten sie aber schon wieder auf und packten ihre Sachen, was ich ziemlich schade fand, da es gerade einmal 21 Uhr Abends war. Die Bar schloss dann gegen 22 Uhr, sodass wir beschlossen, nach Hause zu gehen. Statt ein Taxi oder den Bus zu nehmen, liefen wir leicht angetrunken nach Hause.

Der Weg war eventuell ein bisschen gefährlich, da er nicht beleuchtet war und wir uns den Weg mit der Handytaschenlampe beleuchten mussten. Bei jedem Stock dachten wir, es sei eine Schlange. Trotzdem riskierte ich immer wieder einen Blick nach oben um den Sternenhimmel zu beobachten. Der Mond schien mir an diesem Abend riesig und ich frage mich noch heute, ob es am Alkohol lag oder ob der Mond tatsächlich an diesem Tag der Erde näher war.

Am folgenden Tag mieteten wir wieder Fahrräder um nach Broken Head Beach zu fahren. Wir wollten nicht wieder am Main Beach faulenzen und auch ein bisschen ungestört sein, da der Main Beach schon recht voll war. Broken Head Beach ist circa 20 Kilometer von Byron Bay entfernt und wurde uns vom Toursiteninformationszentrum vorgeschlagen. Obwohl es ständig bergauf und bergab ging, war der Weg nicht wirklich anstrengend. Die Fahrt dorthin war wirklich sehr entspannend, und so sahen wir auch noch die Vororte Byrons, wo es weniger touristisch zu und her ging. Broken Head Beach war jetzt in meinen Augen weniger schön, als der Main Beach in Byron, aber tatsächlich waren wir an diesem Strand fast alleine und genossen so mal ein bisschen Zweisamkeit am Strand. Lustigerweise sagte ich noch zu Sureya, dass ich so gerne wieder einen Wal sehen würde und wir sahen  im Verlauf des Tage tatsächlich einen Wal am Horizont, wie er mit den Wellen spielte.

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Wasserfontäne am Horizont

Wir badeten später noch und machten zum Schluss einen Spaziergang am Strand. Während des Laufens merkten wir erst, wie viele Quallen es gab, da wir alle Zwei Meter eine angespühlte Qualle fanden. Erst da merkte ich, dass es an ein Wunder grenzte, dass wir im Wasser nicht gestochen wurden. Auch dämmerte es mir jetzt, warum fast niemand am Baden war. Wir beschlossen nicht mehr ins Wasser zugehen, da wir nicht wussten, ob die Quallen gefährlich waren. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück und schauten uns nochmals im Zentrum um und gingen auch eins zwei mal in einen alternativen Laden rein. Ich kaufte jedoch nichts.

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#Fahrradgang

Am Abend gingen wir dann nochmals ins Zentrum, um ein letztes Mal in Byron Bay etwas zu trinken zu gehen.

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2 Kommentare zu „Reise nach Down Under – 4. Etappe Byron Bay

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