Reise nach Down Under – 5. Etappe Brisbane

Wir kamen gegen Mittag in Brisbane an und ich erinnere mich, dass der Autobahnabschnitt von Byron Bay nach Brisbane sehr grün war. Man merkte immer deutlicher, dass wir uns dem Äquator näherten, denn es wurde immer heisser und grüner im Verlauf unserer Reise. Aber ich erinnere mich auch, dass der Abschnitt voller Schlaglöcher ist und ich genau deswegen nicht schlafen konnte, sondern einfach aus dem Fenster schaute und die Natur bewunderte.

In Brisbane angekommen war ich erst mal sprachlos. Brisbane ist eine riesige Stadt und überall wo du hinschaust, siehst du nur Wolkenkratzer. Als erstes dachte ich mir: „Bin ich in New York?“. Als wir ein bisschen die Orientierung  gefunden hatten, suchten wir unser Apartment. Endlich hatten wir mal eine Wohnung mitten im Zentrum und mussten nicht erst immer eine halbe Stunde ins Zentrum laufen. Ich rate dir, eine Wohnung im CBD(Central Business District) Brisbanes zu suchen, da dann alles in der Nähe ist. Nachdem wir die Wohnung gefunden und uns eingerichtet hatten, suchten wir das Touristeninformationszentrum auf, um einen Überblick zu bekommen, was man in Brisbane alles machen kann. Wir liefen durch den King George Square, den Hauptplatz Brisbanes und lustigerweise fand dort gerade ein Fest statt. Ich weiss nicht genau, worum es ging, jedoch waren fast nur Indonesier dort. Es lief indonesische Musik und es gab indonesisches Essen. Ich fand es einen lustigen Zufall, da ich ja selber zu einem viertel Indonesier bin. Etwas später fanden wir das Touristeninformationszentrum und gerade in der Nähe eine Bar. Also tranken wir noch einen Drink und stiessen abermals auf unseren Urlaub an. Danach war der Tag auch schon wieder vorbei.

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Wo sind wir?

Am nächsten Morgen beschlossen wir als erstes zum Farmers Market zu laufen, welcher sich genau vor dem Botanischen Garten befindet. Dabei liefen wir als erstes durch den Roma Street Parklands. Der vielleicht schönste Park Brisbanes und eventuell sogar der schönste, den ich je gesehen habe. Der Roma Street Parklands ist riesig. Du kannst dort locker einen Tag verbringen, ohne dass dir langweilig wird. Ich werde dir die Eindrücke dann im folgenden Artikel „Persönliche Eindrücke Brisbane“ schildern. Beim Markt angekommen schauten wir uns die Stände an und endlich war ein Markt so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein Teil der Stände verkaufte nur Schmuck, Kleider Spielzeuge usw. und der andere Teil verkaufte Früchte und Gemüse aus der Region und leckeres Street Food. Da es aber noch früh war, assen wir nichts, sondern liefen direkt danach in den Botanischen Garten. Schon am Tor des Botanischen Garten hörten wir wieder ein Live Konzert. Wir schlenderten gemütlich durch den Garten und sahen uns die speziellen Blumen und Bäume an. Ich war regelrecht begeistert von einer bestimmten Baumart.

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Kann mir jemand sagen wie dieser Baum heisst?

Da wir gelesen hatten, dass man unbedingt das alte Parlamentshaus besichtigen muss, und dieses sich auch neben dem Botanischen Garten befindet, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum alten Parlamentshaus. Naja, was soll ich sagen… Du musst es nicht unbedingt gesehen haben. Wir liefen nach dem Abstecher nochmals in den Botanischen Garten rein und schlenderten dem Fluss entlang, der quer durch Brisbane verläuft.

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Brisbane River

Zum Schluss holten wir uns doch noch Essen beim Farmers Market. Wir beide assen Gozlems, ein türkisches Gericht, dass stark einer italienischen Piadina ähnelt, jedoch mit Spinat und Feta gefüllt ist, wenn ich mich nicht irre. Den Nachmittag nutzen wir dann, um in unserem Swimming Pool zu schwimmen und nach langer Zeit mal wieder Sport zu treiben.

Am dritten Tag in Brisbane unternahmen wir etwas, worauf ich mich schon die ganze Reise gefreut hatte: Wir besuchten den berühmt berüchtigten Australia Zoo, der sich in Beerwah befindet. Der Australia Zoo ist vielleicht einer der berühmtesten Zoos der Welt,  vor allem wegen einer grandiosen Person. Es ist der Zoo von Steve Irwin, ein Dokumentarfilmer, Abenteurer und Zoodirektor, und noch viel wichtiger, jemand, der sich für die Tiere einsetzte und diese beschützen wollte. Sicher kennt ihr ihn auch unter dem Namen „The Crocodile Hunter“. Für mich war dieser Besuch besonders wichtig, da Steve Irwin für mich ein grosses Vorbild ist und er mir zeigte, wie wundervoll Tiere doch sein können. Ich rate dir zwingend, mal einen Dokumentarfilm von ihm anzuschauen! Für die Australier war Steve Irwin ein Idol und das ganze Land trauerte als er 2006 starb. Im Verlauf der Reise sprach ich mit einer Australierin und sie erzählte mir, dass alle die sie kannte, an diesem Tag weinen mussten. Du siehst Steve Irwin ist nicht nur für mich wichtig, sondern auch für Millionen von Australiern. Deswegen musste ich unbedingt diesen Zoo besuchen.

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Steve Irwin mit seiner Familie

Der Zoobesuch war sehr teuer($60), aber er hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sahen so viele verschiedene Tiere. Vorallem aber sahen wir sehr viele verschiedene Krokodilarten von ganz nah. Auch hier hatten die Salzwasserkrokodile einen Namen bekommen und ihre ganz eigene Geschichte wurde erzählt, wie sie im Australia Zoo gelandet sind. Ich fand eine Geschichte besonders lustig. Ein Salzwasserkrokodil hasste den Lärm vom Rasenmähern und attackierte deshalb die Rasenmäher in der Nachbarschaft. Irgendwann wurde dies so problematisch, dass Steve es einfangen musste.

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Salzwasserkrokodil auf faulenzen

Natürlich gibt es auch ein Kängurugehege, in welches du reinlaufen und versuchen kannst, die Tiere zu füttern oder zu streicheln. Dieses Gehege war riesig und es gab mehrere Känguruarten und auch Wallabys. Wallabys sind wie klein geratene Kängurus. Ich fand es auch mega schön zu sehen, dass es mehrere Kängurumütter gab mit ihrem Joey im Bauch. Du fragst dich jetzt sicher warum ich die Babys Joeys nenne. Ich habe dort gelernt, dass man die Kängurubabys Joey nennt. Wer mich gut kennt, weiss, dass ich mich mit streicheln und füttern nicht zufrieden gebe. Und so entstand das folgende Foto:

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Mein Bro und ich

Wir sahen auch viele bunte Vögel, Dingos, verschiedene Echsen und Schildkröten. Ich rate dir, schau mal in die Bildergalerie rein um alle Tiere zu sehen die ich fotografiert habe. Gegen Mittag gingen wir noch in die riesige Salzwasserkrokodilarena, um die Krokodilshow zu verfolgen. Diese war sehr informationsreich aber auch sehr, wie soll ich es ausdrücken… cringy. Wusstest du zum Beispiel, dass Salzwasserkrokodile bis zu 12 Meter gross werden können, würde man ihren Lebensraum nicht zerstören und sie genug Nahrung zur Verfügung hätten? Jedoch ist das grösste Krokodil in Gefangenschaft gerade einmal „mickrige“ sechs bis sieben Meter lang. Als kleiner Vergleich:

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12Meter Salzwasserkrokodil (Da wirke ich mit meinen 1.80m sehr klein)

Nach einem sehr langen Tag in Zoo, nahmen wir gegen Abend den Zug zurück nach Brisbane.

Den nächsten Tag beschlossen wir als erstes nach South Bank zu laufen, das Quartier der Kunstgalerien und Museen. Da wir uns beide nicht so für Kunst und Museen interessierten, liefen wir weiter zur Flusspromenade. Dabei kamen wir an einem Riesenrad, The Wheel of Brisbane, vorbei. Wir wollten eine Fahrt mit dem Riesenrad unternehmen, aber als wir den Preis für eine Fahrt sahen, waren wir uns beide einig, dass wir darauf verzichten wollten. Danach kamen wir am Streets Beach vorbei. Das ist ein künstlich angelegter Sandstrand mit einem riesen Bassin in der Mitte. Du bekommst wirklich das Feeling, als ob du am Meer wärst. Leider wurde das Wasser gerade gereinigt, als wir da waren, und somit konnten wir nicht baden.

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Streets Beach

Später kamen wir noch am Epicurious Garden vorbei. Ich fand das Konzept vom Epicurious Garden einfach grandios und würde mir wünschen, dass jede Stadt einen solchen hätte. Es handelt sich um einen riesigen Garten, in dem verschiedene Obst-, Gemüse-, Salat- & Gewürzsorten von Rentnern freiwillig angebaut und geerntet werden. Gleichzeitig erzählen dir die Rentner alles wichtige zum Anbau und auf den Blumentöpfen stehen Rezepte, damit du eine Idee bekommst was du damit machen kannst. Cool fand ich auch, dass es einen kleinen Wagen gab, der das Geerntete gratis anbot. Leider war der Wagen schon leer. Aber das Konzept ist einfach genial und die Idee dahinter ist, dass die Leute mehr frisches Essen zubereiten, statt Fertigmahlzeiten zu essen.

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Epicurious, der vielleicht genialste Garten der Welt

Danach nahmen wir die Flussfähre zum Eagle Street Pier Ferry Terminal, um nach Chinatown zu laufen. Chinatown war sehr klein und in meinen Augen vollkommen eine Enttäuschung. Am späten Nachmittag schwammen wir wieder ein bisschen im Swimming Pool und genossen die warme Sonne. Am Abend liefen wir zurück nach South Bank, um dort Abend zu essen und einen Cocktail zu trinken. Zum Schluss liefen wir nochmal ein bisschen der Promenade entlang und ich schoss dabei eins zwei Fotos.

Am nächsten Tag mussten wir gegen 14 Uhr Mittags den Greyhound Richtung Noosa nehmen, deshalb beschlossen wir im Roma Street Park auf den öffentlichen Grills zu grillieren. Wir schliefen danach noch eine Stunde auf einer Wiese und genossen die warme Sonne und das super Wetter, bevor wir unseren Bus erwischen mussten.

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